1. Juli 2026

Saubere Umwelt: Wohin mit Einweg & Verpackung?

Der portable Grill am See, kühle Getränke aus der Kühltasche und Chips: Für viele gehört ein Picknick genauso zum Sommer wie Badeplausch und laue Abende. Was nach einem schönen Tag im Freien bleibt, ist allerdings selten so idyllisch: Einwegteller, Becher, Besteck, PET-Flaschen, Aludosen, Grillschalen, Servietten – ein bunter Mix, der häufig im nächstbesten Kübel landet oder, schlimmer noch, in der Natur liegen bleibt oder neben einem überfüllten Abfallkübel deponiert wird. Dabei gilt auch beim Sommerausflug: Was auf den ersten Blick wie «Abfall» wirkt, ist oft ein wertvoller Rohstoff – vorausgesetzt, es wird richtig getrennt. Passend zum Sommer zeigen wir in diesem Beitrag, wie Sie Ihr Picknick geniessen und gleichzeitig umweltfreundlich entsorgen.

Einweggeschirr: Plastik, Karton oder «kompostierbar»?

Einweggeschirr ist praktisch, aber in der Entsorgung nicht immer unkompliziert. Entscheidend ist das Material und ob es sauber oder verschmutzt ist.

  • Klassische Plastikbecher, -teller und -besteck gehören, wenn möglich, in die Kunststoffsammlung (Sammelsack bei Bruno Röllin erhältlich: Haushalts-Kunststoffe – Bruno Röllin AG). Vorausgesetzt, sie sind grob gereinigt! Stark verschmutzte Teile, auf denen noch Saucen, Salatreste oder Öl kleben, gehören hingegen direkt in den Hauskehricht.
  • Pappteller & Becher aus Karton: hier lohnt sich ein genauer Blick: Saubere, unbeschichtete Kartonverpackungen können meist mit dem Altkarton recycelt werden. Realistisch ist Einweggeschirr nach einem Picknick aber selten fleckenfrei: Fett, Saucen und Grillmarinade machen Pappgeschirr zu Restabfall, der in den Hauskehricht gehört. Servietten, Papiertaschentücher und Küchenpapier bitte ebenfalls in den Hauskehricht.
  • «Kompostierbares» oder biologisch abbaubares Geschirr: Palmblattteller, Zuckerrohr-Schalen, Stärke-Becher, Holzbesteck – solche Produkte begegnen einem inzwischen an fast jedem Festival, Take-Away Stand oder im Supermarktregal. Sie wirken auf den ersten Blick besonders umweltfreundlich, sind in der Entsorgung aber heikler, als viele denken. Viele Grüngutanlagen sind nicht darauf ausgelegt, diese Materialien in der vergleichsweise kurzen Verarbeitungs- und Kompostierdauer vollständig abzubauen. In zahlreichen Gemeinden gehören sie deshalb nicht ins Grüngut, sondern in den Hauskehricht.

 

Flaschen, Dosen & Snackverpackungen: Was recycelt werden kann

Zum Picknick gehören Getränke und Snacks und damit eine ganze Reihe an Verpackungen, die korrekt getrennt gut recycelt werden können.

 

PET-Flaschen

PET-Flaschen sollten nach Gebrauch leer und zusammengedrückt in die offiziellen PET-Sammelstellen gegeben werden. In vielen Systemen dürfen die Deckel mit in die Sammlung. Wenn Sie unsicher sind, folgen Sie den Hinweisen vor Ort.

Glasflaschen

Leere Flaschen und Gläser kommen nach Farben getrennt in die entsprechenden Glascontainer. Schraubdeckel aus Metall werden separat gesammelt und gehören, wenn vorhanden, in die Metallsammlung.

Aludosen & Grillschalen

Getränkedosen und saubere Aluschalen können in der Metall-/Alusammlung recycelt werden – an öffentlichen Sammelstellen, bei Gemeinden oder direkt bei der Bruno Röllin AG. Stark eingebrannte oder stark verschmutzte Grillschalen gehören hingegen in den Hauskehricht.

Snacktüten & Folien

Bunte Chipstüten, Riegelverpackungen und viele Folien sind sogenannte Verbundverpackungen. Sie bestehen aus mehreren Schichten und lassen sich meist nicht sortenrein recyceln. In den meisten Gemeinden gehören sie deshalb in den Hauskehricht. Wo eine Kunststoffsammlung angeboten wird, können bestimmte Folien und Verpackungen im Sammelsack entsorgt werden – hier lohnt sich ein Blick in die lokalen Richtlinien oder fragen Sie direkt bei der Bruno Röllin AG nach. Wir helfen Ihnen gerne weiter.

Grillieren im Park: Kohle, Aluschale & Einweggrill

Beim Grillieren im Park fallen schnell zusätzliche Materialien an, die korrekt entsorgt werden sollten. Bitte nicht vergessen: Holzkohle und Asche müssen vollständig ausgekühlt sein, bevor sie im Abfall landen. Idealerweise den Grill noch einige Stunden oder sogar, wenn möglich über Nacht stehen lassen. Die kalten Rückstände gehören in den Hauskehricht, am besten separat verpackt in einem gut verschlossenen Sack. Glut oder heisse Asche haben im öffentlichen Abfalleimer nichts verloren, denn sie bergen ein erhebliches Brandrisiko!

Einweggrill & Gaskartusche: richtig entsorgen

Einweggrills und Gaskartuschen sind in der Entsorgung besonders heikel. Einweggrills bestehen meist aus einem Materialmix. Alle Teile, die eindeutig und sauber aus Metall bestehen, gehören in die Metallsammlung. Die restlichen Bestandteile des Grills werden über den Hauskehricht entsorgt oder, wenn Unsicherheit besteht, direkt zu einer Sammelstelle wie der Bruno Röllin AG gebracht.

Leere oder angebrochene Gaskartuschen, Brennstoffe oder Grillanzünder gelten je nach Produkt als Gefahrstoffe und haben im normalen Abfall nichts verloren. Für diese Materialien ist die Sammelstelle die richtige Anlaufstelle: Dort erhalten Sie fachkundige Beratung und stellen sicher, dass alles sicher und gesetzeskonform entsorgt wird.

Tipps für unterwegs: weniger Abfall, richtig entsorgt

Im Park oder am See sind Kehricht- und Recyclingbehälter oft überfüllt oder fehlen ganz. Planen Sie deshalb schon zu Hause zwei Abfallsäcke ein: einen für Recycling (PET, Glas, Aludosen, saubere Kunststoffe) und einen für Restabfall (verschmutztes Geschirr, Servietten, Snackverpackungen, Essensreste). Abfälle neben volle Kübel zu stellen, ist keine Lösung – Wind und Tiere verteilen sie rasch in der Umgebung. Nehmen Sie den Abfall lieber wieder mit und entsorgen Sie ihn später korrekt.

Noch besser ist es, Abfall gar nicht erst entstehen zu lassen: Setzen Sie, wo immer möglich, auf Mehrweg. Etwa mit leichtem wiederverwendbarem Geschirr, Trinkflaschen statt Einweg-PET, Vorratsdosen für Snacks und Stoffservietten. So fällt deutlich weniger Einwegmaterial an, und das, was bleibt, lässt sich umso einfacher sauber trennen.

Übrigens: Die wohl süsseste Entsorgungsfrage dieser Woche kam von Karim, 4 Jahre alt:
«Und wo entsorge ich mein Glace-Stängeli – kann ich es in die Natur werfen, es ist ja aus Holz?»

Hätten Sie es gewusst?

Sind Sie unsicher, wohin etwas gehört? Die Bruno Röllin AG berät Sie gerne, damit jeder Abfall am richtigen Ort landet. Wir wünschen Ihnen einen schönen, entspannten Sommer.