23. Oktober 2026

Black Friday: Wenn Schnäppchen zu Abfall werden

Black Friday steht für grosse Rabatte und schnelle Kaufentscheidungen. Besonders Online-Shops und Modeketten locken mit tiefen Preisen, kurzen Lieferfristen und ständig wechselnden Angeboten. Doch nicht nur Kleidung wird am Black Friday günstiger: Auch Elektrogeräte, Haushaltsartikel und Dekorationsgegenstände werden zu Aktionspreisen angeboten.

Ein neues Kleidungsstück, ein elektronisches Gerät oder eine saisonale Dekoration kostet oft weniger als ein Mittagessen. Genau das verleitet dazu, mehr zu kaufen, als tatsächlich gebraucht wird.

Was heute als Schnäppchen im Warenkorb landet, kann schon bald ungenutzt im Schrank liegen bleiben. Viele Kleidungsstücke werden nur wenige Male getragen. Elektronische Geräte werden ersetzt, obwohl sie noch funktionieren, und günstige Dekorationsartikel kommen oft nur einmal zum Einsatz – etwa für Halloween, Weihnachten oder eine Party. Danach verlieren sie ihren Reiz und landen nicht selten im Abfall.

Nicht alles findet ein zweites Leben

Gut erhaltene, saubere und trockene Kleidung kann weitergegeben oder wiederverwendet werden. Doch nicht jedes Textil eignet sich dafür. Sehr günstige Mode ist häufig von geringer Qualität, schnell abgenutzt oder nach kurzer Zeit nicht mehr tragbar. Verschmutzte, nasse oder beschädigte Textilien können nicht weiterverwendet werden und müssen fachgerecht entsorgt werden.

Auch bei Elektro- und Elektronikgeräten lohnt sich ein genauer Blick: Funktionierende Geräte können weitergegeben, verkauft oder repariert werden. Sind sie defekt oder nicht mehr zeitgemäss, gehören sie in die dafür vorgesehene Sammlung und nicht in den Kehricht. So können wertvolle Rohstoffe zurückgewonnen und enthaltene Schadstoffe fachgerecht behandelt werden.

Bei Dekorationsartikeln und allerlei kleinen Gegenständen ist die Wiederverwendung schwieriger. Was für einen bestimmten Anlass gekauft wurde, ist nicht immer langlebig oder hochwertig genug, um weitergegeben zu werden. Umso wichtiger ist es, bereits beim Kauf zu überlegen, ob ein Gegenstand tatsächlich gebraucht wird und wie lange er genutzt werden kann.

Hinzu kommt: Die grossen Mengen an Kleidern, Elektronik und Konsumartikeln bringen bestehende Sammel- und Entsorgungssysteme an ihre Grenzen. Je mehr gekauft wird, desto wichtiger ist es, bereits beim Kauf bewusst zu entscheiden.

Unser Tipp zum Black Friday

Bevor Sie am Black Friday zuschlagen, lohnt sich ein kurzer Moment des Innehaltens:

  • Brauche ich diesen Gegenstand wirklich?
  • Passt er zu meiner bestehenden Garderobe oder Ausstattung?
  • Ist die Qualität langlebig?
  • Werde ich ihn regelmässig und über längere Zeit nutzen?
  • Kann ich das gewünschte Produkt reparieren, mieten, gebraucht kaufen oder ausleihen?
  • Gibt es eine Alternative, die ich länger verwenden kann?
  • Oder kann ich ganz auf den Kauf verzichten?

 

Oft ist der nachhaltigste Kauf jener, auf den man verzichtet. Eine gebrauchte Alternative, ein repariertes Gerät oder eine Dekoration, die jedes Jahr wieder verwendet wird, sind häufig die bessere Wahl.

Was tun mit nicht mehr benötigten Gegenständen?

Bei der Bruno Röllin AG werden angelieferte Gegenstände sorgfältig geprüft. Was noch brauchbar ist, soll möglichst weiterverwendet werden. Ist eine Weiterverwendung nicht mehr möglich, sorgt die Bruno Röllin AG für die fachgerechte Entsorgung und, wo sinnvoll, für die Rückgewinnung wertvoller Rohstoffe.

Kleidung und Schuhe sollten nur sauber, trocken und gut erhalten in eine Kleidersammlung gegeben werden. Schuhe sollten paarweise zusammengebunden werden. Stark verschmutzte, nasse oder nicht mehr tragbare Textilien gehören hingegen in die dafür vorgesehene Entsorgung.

Bei Fragen zur richtigen Entsorgung oder zur Abgabe bestimmter Gegenstände hilft Ihnen das Team der Bruno Röllin AG gerne weiter.

Weniger kaufen, länger nutzen, wiederverwenden und richtig entsorgen – so können wir gemeinsam verhindern, dass aus einem kurzfristigen Black-Friday-Schnäppchen schon bald Textil-, Elektronik- oder Dekorationsabfall wird.